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Bundesregierung wirbt für Urlaub in der Türkei (FAZ, 16.8.2018)

Immer wenn man denkt, irrer geht es nicht mehr, überrascht uns unsere Bundesregierung aufs Neue. Jetzt setzt die Regierung noch einen drauf und wirbt in der Person des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung (man achte auf die offizielle Bezeichnung), Thomas Bareiß, für mehr Urlaub in der Türkei. Ein Kniefall mehr unserer Regierung vor Erdogan.

„Es gibt für mich keinen Grund, nicht in die Türkei zu reisen und dort Urlaub zu machen“, sagte Bareiß. Er selbst habe gerade dort erst seine Ferien verbracht. Da fragt man sich doch, ob es zu seinen Aufgaben gehört, für ein bestimmtes Reiseziel Werbung zu machen? Und gibt es diese Werbung durch den Tourismusbeauftragten künftig immer für jene Länder, in denen er seinen privaten Urlaub verbringen wird?

Oder ist diese Türkeiwerbung doch eine politische Werbung? Dann möchte man aber schon wissen

  • ob sein Urlaub regulär zum vollen Preis privat gebucht war oder
  • er von irgendeiner türkischen Stelle oder
  • von einem im Türkei-Tourismus engagierten Unternehmen eingeladen war.

Werbung soll ja bekanntlich immer als solche gekennzeichnet werden.

Und man fragt sich natürlich auch, warum es gerade jetzt so wichtig sei, in der Türkei Urlaub zu machen. „Tourismus baue persönliche Brücken zwischen Ländern“, diese touristische Binsenweisheit hat Herr Bareiß auch schon erkannt. Aber das muss dann doch für alle touristischen Ziele gelten.

Oder hat, wie zu vermuten, die Werbung des Regierungsvertreters etwas mit dem Verfall der türkischen Lira zu tun. Das ist, um es deutlich zu sagen, kein unvermeidbares Naturereignis, sondern allein der aktuellen wirtschaftspolitischen Geisterfahrt des türkischen Präsidenten geschuldet.

Und für den Tourismus hat Erdogan dadurch, zumindest kurzfristig, einiges bewirkt. Urlaub in der Türkei ist in den sog. Nebenkosten so preiswert wie noch nie.

Der kritische Betrachter möge jedoch auch das Gegenteil sehen. Dass die Türkei generell so preiswert ist, geht zu Lasten des Verdienstes der im Hotelgewerbe Beschäftigten. Unter dem Lira-Verfall leiden generell die Menschen vor Ort am meisten, das würden auch 10% mehr deutsche Touristen nicht ausgleichen. Abgesehen davon, in welche Taschen dieser Mehrumsatz landen wird. Bei den Hotelangestellten?

Eigentlich wollte ich ohnehin mal eine BBB über „unseren Tourismusbeauftragten“ schreiben, unabhängig von seinem Türkei-Marketing. Er war einer der letzten Staatssekretäre, die ernannt wurden. Ok, das ist bei unserer Regierung üblich, Tourismus als Resterampe.

Shell 锟� Aus Top voile Zimmermann Cropped Bei Exklusiv Mytheresa Baumwoll com Aber, man fragt sich, welches touristische Projekt, hat er bisher „konkret“ innerhalb der Bundesregierung angestoßen? Es ist im Prinzip ja schön, dass Herr Bareiß erstmal zuhören wollte, wobei sein Prinzip schnell klar war, zuerst zu den topshots, wenn dann noch Zeit ist, vielleicht auch zu den andern. Der BTW hat ihm freundlicherweise, mit der Veranstaltung des BTW Mini-Gipfels, eine hochrangige Schulungsveranstaltung zukommen lassen.

Als Beispiel für anstehende konkrete Aufgaben sei „die gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Hotelleistungen“ genannt. Die Lösung hier liegt eindeutig und allein bei der Bundesregierung und nicht bei anstehenden Gerichtsentscheidungen. Aber wenn die Branche das selbst nicht so herausarbeitet und durch den Begriff „Urlaubssteuer“ sogar noch verniedlicht?

Hoffentlich arbeitet er sich auch rechtzeitig in das Thema EU-Pauschalreiserichtlinie ein. Bei diesem Thema hat sich die Bundesregierung und eigentlich auch Teile der „traditionellen“ Branche nicht mit Ruhm bekleckert. Für das anstehende Review wäre der Tourismusbeauftragte die ideale Adresse, dass notwendige Änderungen in den EU-Ablauf (und zwar rechtzeitig) eingebracht werden.

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Air Berlin – Tod einer Airline

Am 15.8.2017 ist Air Berlin gestorben. Sie ist 38 Jahre alt geworden. Zu jung, um eines natürlichen Todes gestorben zu sein. Was war die Todesursache, wer waren die Täter?

Mord war es nicht, Juristen würden sagen, da fehlen die typischen Mordmerkmale. Tod durch unterlassene Hilfeleistung trifft es auch nicht. Es wurde eher zuviel geholfen, allerdings mit falschen Mitteln. Bleibt nur fahrlässige Tötung.

Täter? Es war weniger die böse Konkurrenz, Politik war nicht immer hilfreich, es waren nicht die Kunden. Es waren auch nicht die Mitarbeiter, die ihrer Airline fast sektenhaft verbunden waren und selbst gegen Ende noch vollen Einsatz zeigten.

Also wer bleibt im Ausschlussverfahren übrig? Täter müssen im wesentlichen die eigenen Vorstände gewesen sein, insbesondere die zuletzt im Turbotempo wechselnden CEOs.

Hoch-Zeit oder Anfang vom Ende?

Die Stunde des größten Erfolgs ist oft der Beginn des Niedergangs. Diese große Stunde war bei Air Berlin der 11. Mai 2006 als (im zweiten Anlauf) der Gang an die Börse klappte. Der enorme Kapitalzufluss des erfolgreichen Börsengangs und danach einige relativ einfach gelaufenen Geldaufnahmen am Kapitalmarkt haben bei den damalig Verantwortlichen das falsche Gefühl aufkommen lassen, „Geld würde auf den Bäumen wachsen, man müsse es nur pflücken“.

Das führte letztlich dazu, mal richtig shoppen zu gehen. Für dba, LTU, Belair u.a. wurde zu viel und damit mehr Geld als nötig rausgefeuert. Vollkommenes Unverständnis herrschte in der Branche, als Einzelheiten aus dem in 2009 geschlossenen „TUI-Deal“ bekannt wurden. Die TUI hatte bei den (Nicht-) Kündigunsfristen eindeutig den Air Berlin Vorstand über den Tisch gezogen (dazu gehören eigentlich immer Zwei). Zu diesem Zeitpunkt muss man rückblickend Air Berlin als nicht mehr rettbar bezeichnen.

Hunold und die „Titanic“-Parallelen

Exklusiv 锟� Top Shell Zimmermann Bei Baumwoll Cropped voile Aus com Mytheresa 2009 sprach Bundeskanzlerin Merkel etwas überraschend auf der 30-Jahrfeier von Air Berlin. Hunold wies in seiner Dankesrede an sie darauf hin, wie selten es doch sei, dass sie bei einem solchen Auftritt nicht mit Geldhilfen für die veranstaltende Firma belästigt worden sei. Als er die Kanzlerin danach umarmte, hat sie wohl ihren Auftritt bereut.

Bei Cropped Aus Mytheresa Baumwoll voile Exklusiv Shell Zimmermann Top 锟� com Vieles erinnerte bei Air Berlin damals an die Titanic. „Ich bin unsinkbar, volle Kraft voraus, Eisberg gehe aus dem Weg“. Und die Musik bei Air Berlin spielte wie auf der Titanic, bis zum Schluss das Lied „Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin, kein Sturm hält sie auf“.

Mehdorn

Im November 2011 trat Hartmut Mehdorn die Nachfolge von Achim Hunold an. Als der „Eisberg“ direkt vor Air Berlin wirklich nicht mehr zu übersehen war, präsentierte er noch im selben Jahr den Retter-Vertrag mit Etihad. Für Air Berlin fühlte sich das an wie Börsengang reloaded. In Wirklichkeit sollte sich im Laufe der Zeit zeigen wie hochgradig vergiftet auch dieser Vertrag war.

Mehdorn machte bei Air Berlin da weiter, wo er bei der Bahn aufgehört hatte. Ein Sparprogamm jagte das nächste, wobei deren Namen immer sensationeller wurden, was im Gegensatz zum realen Erfolg stand. Seine Amtszeit war mit 14 Monaten deutlich unspektakulärer.

Fast hätte ich vergessen seinen Nachfolger Prock-Schauer zu erwähnen, bei dem man bis heute nicht ganz sicher ist, ob er als CEO oder als 1. Buchhalter beschäftigt war. Den Mitarbeitern wird er mit einer temporären 5%igen Gehaltskürzung in Erinnerung bleiben.

In dieser Zeit verkaufte Finanzvorstand Hüttmeyer, ein echter „Dealmaker“, auch die letzten Flugzeuge und leaste sie zurück. Jeder einzelne Deal rettete kurzfristig, verbaute jedoch auch die letzte kleine Hoffnung auf langfristige Rettung. Ein Hauch von Thomas Middelhoff und dessen Verkauf der Karstadt-Häuser lag nahe.

Das „enge“ Europa

Anfang 2015 wurde Stefan Pichler, bis dato CEO von Fuji Airways, CEO von Air Berlin. Das war insofern überraschend, als er dies in einem Interview ein Jahr vorher noch mit den Worten „Ich glaube nicht, dass ich in diese Welt hineinpasse. Dazu ist mir Europa mittlerweile ein bisschen eng“ ausschloss.

Keine Ahnung, ob Europa in der Zwischenzeit weiter geworden war oder ob James Hogan, CEO von Etihad, ihm alle Freiheiten versprochen hatte. Leider trifft beides nicht zu. Pichler musste sehr schnell erfahren, wie vergiftet in Wirklichkeit die Geldspritzen von Etihad waren. Es ging Etihad nie um eine echte Rettung von Air Berlin, sondern nur um die Durchsetzung der eigenen Strategie. James Hogan zeigte jeden Tag mehr, wer der „wahre CEO“ für Air Berlin war. Nach 23 Monaten war auch für Pichler von jetzt auf nachher Schluss.

Der bestbezahlte Bestatter

Anfang 2017 trat Ex-Lufthanseat Thomas Winkelmann, den Job bei Air Berlin an – ohne echte Zukunftsperspektive. Eigentlich konnte es nur noch darum gehen, den Sargdeckel für Air Berlin zuzumachen. Durch die weit in die Zukunft reichende sonderbare Gehaltsabsicherung durch Etihad, dürfte er der zur Zeit bestbezahlte Bestatter dieser Republik sein.

Klar, was sollte der arme Mann auch machen, wenn seine Zeit erkennbar bei Air Berlin schnell vorbei sein sollte? Wer nimmt noch so jemand? Ich erinnere mich an den ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. Er sagte damals (höchst umstritten) den Schlecker Frauen eine problemlose „Anschlussverwendung“ voraus. Winkelmann hat „überraschenderweise“ auch eine solche „Anschlussverwendung“ bei der Logistikfirma Zeitfracht bekommen, nur ein paar Hundert Meter von Air Berlin entfernt. Dafür hat er auf einen Teil seiner „Etihad Absicherung“ verzichtet. Ich möchte ehrlich gesagt, gar nicht wissen, wie klein dieser Teil war.

„Potenzielle“ Mittäter

Aus Platzgründen kann hier keine vollzählige Aufzählung der „potenziellen Täter“ stehen, um im bildhaften Vergleich zu bleiben. So könnte man auch über Dr. Hans-Joachim Körber nachdenken, der sechs Jahre als Vorsitzender im Board der plc viel mehr Einwirkungsmöglichkeiten gehabt hatte als ein normaler Aufsichtsratsvorsitzender in Deutschland.

Ein sehr bekanntes wöchentliches Nachrichtenmagazin hat vor kurzem mit einem „investigativen“ Bericht dargestellt, wie sehr sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr um die Rettung der Air Berlin bemühte. Als er dann zum Schluss noch zitiert wurde, dass er auch Bürger dieses Landes sei, und er als solcher begrüße, dass die Bundesregierung den Flugbetrieb der Air Berlin eine Zeitlang weiterfinanzierte und dass deshalb die Interessen der Lufthansa zurückstehen mussten, sind mir die Tränen der Rührung über das Gesicht gelaufen.

Es wäre schön gewesen, wenn die Redaktion ähnlich investigativ recherchiert hätte, wie Lufthansa (sicherlich mit politischer Rückendeckung) alles tat, um einen Betriebsübergang (mit Personal) zu vermeiden.

Epilog

Wie immer trifft eine solche Insolvenz die Mitarbeiter, die von jetzt auf nachher arbeitslos wurden, am härtesten. Es war mehr als erstaunlich, was sie für einen Arbeitseinsatz zeigten, selbst als die Kündigungen nach der Insolvenz bereits ausgesprochen waren und sie sich vom Management verlassen fühlten. Air Berlin Mitarbeiter gelten als sehr qualifiziert und bei den verschiedenen Jobmessen bewunderten Fremdfirmen die noch immer vorhandene hohe Leistungsbereitschaft.

Quer durch die Massenmedien wird nun gehandelt, dass 85% von den Ex-Mitarbeitern inzwischen einen neuen Job gefunden hätten. Keiner Redaktion war es wert mal zu überprüfen, wo und mit welchen nachprüfbaren Fakten diese Zahl entstanden ist, die ich schlichtweg extrem bezweifle. Aber die Medien (vielleicht auch politisch gewollt), haben ihr (vermeintliches) Happy End, als wäre alles nur halb so schlimm.

Aber der Tod der Air Berlin kennt kein Happy End.

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Dieser Beitrag erschien auch am 13.8.2018 bei airliners.de als Gastbeitrag im Rahmen der Themenwoche: Ein Jahr Insolvenz Air Berlin

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Fliegerei buchstabiert man neuerdings so: C-H-A-O-S

Shell Mytheresa 锟� Top Cropped voile com Exklusiv Bei Zimmermann Aus Baumwoll Ach, wie war es doch vordem mit dem Fliegen so bequem. Ein Werbespruch von Hapag-Lloyd-Flug, die damals für Qualität standen, lautete (meiner Erinnerung nach) „Ihr Urlaub beginnt mit unserem Flug“.

Wer diesen Satz heute laut am Flughafen sagen würde, liefe Gefahr, lustvoll gemeuchelt zu werden. Der Berliner Tagesspiegel sammelt seit langem alle Ausreden der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) über die alltäglichen Unregelmäßigkeiten bei U-Bahn, S-Bahn und Bus in Berlin, ergänzt diese täglich und nennt das ganze „BVG Bullshit-Bingo“.

锟� Zimmermann Mytheresa Shell Exklusiv Baumwoll Aus voile com Bei Top Cropped Ich greife mal den Gedanken auf und mache daraus ein „Flug Bullshit-Bingo“, warum der Urlaub nicht mit dem gebuchten Flug beginnt:

Flugzeitenänderung im Vorfeld des Fluges

Flugzeitenänderung der bereits erfolgten Flugzeitenänderung

verspätete Anzeige der Flugverspätung

geänderte Flugverspätungsanzeige

keine Info über Flugverspätung

Übernachtung am Flughafen wegen Verspätung

Übernachtung sitzend/liegend in Sitzmöbeln

Mytheresa Exklusiv Top Zimmermann voile com Shell Cropped Bei Baumwoll 锟� Aus Übernachtung auf Feldbetten

Übernachtung für wenige im Hotel

Fahrt im Bus zum geänderten Abflughafen

Einstieg in ein Flugzeug einer selbst für Fluginteressierten vollkommen unbekannten Fluggesellschaft

Stundelanges Sitzen im Flugzeug ohne Info

Kurzfristiger Wechsel des Flugzeuges (inklusive folgend jedes der obengenannten Bullshit-Bingo Punkte).

Flug ohne aufgegebenes Gepäck

Doppelte Sitzplatzvergabe (inkl. Herausholen bereits im Flugzeug sitzender Fluggäste).

Flugannulierung ohne Ersatzbeförderung anzubieten

 

Das ist nur der Anfang, die Liste lässt sich noch um einiges fortsetzen. Vor allem müssten noch die Unregelmäßigkeiten bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen hinzugefügt werden.

Jetzt könnte der geneigte Leser sagen, jeder der genannten Unregelmäßigkeiten gab es schon immer. Aber das ist der springende Punkt in 2018:

„Ja, in Teilen gab es das schon immer,

ABER NICHT TÄGLICH ÜBER EINEN SO LANGEN ZEITRAUM UND VOR ALLEM NICHT KUMULATIV VIELER PUNKTE BEI EINEM FLUG WIE IN 2018.“

Wenn Sie demnächst einen Fluggast (oder viele) am Flughafen „BINGO“ rufen hören, dann wissen Sie Bescheid, wieder so ein armer Tropf, den es getroffen hat und der Flug mit C-H-A-O-S buchstabiert.

Vor allem die Schwierigkeiten der Eurowings bei Übernahme von Air Berlin überraschen schon, denn Lufthansa Chef Carsten Spohr hatte ja mehrfach betont, dass sich eine Hundertschaft bei Lufthansa schon seit Monaten (Jahre) Gedanken über die „optimale“ Übernahme von Air Berlin gemacht hatte. Warum macht dann die Eingliederung bei Eurowings solche Probleme?

Ganz einfach: „LUFTHANSA HAT NUR ANS FRESSEN GEDACHT, NICHT AN DIE VERDAUUNG“:

Man hat sich nur Gedanken gemacht, wie „fresse“ ich ziemlich viel Kapazität der Air Berlin (Kapazität = Flugzeuge und Slots, aber ohne Personal). Aber man hat offensichtlich nicht parallel über ein Projektmanagement „Verdauung“, sprich Integration der zu übernehmenden Flugzeuge, nachgedacht. Ein exzellentes Projektmanagement, wie es die Betriebswirtschaft schon seit Jahrzehnten kennt, berücksichtigt nämlich schon im Vorfeld alle denkbaren Abweichungen (Murphy: „Alles was schiefgehen kann, geht auch schief“). Der Gegensatz sind Manager, die erst nachdem es schiefging, darüber nachdenken, warum es schiefgegangen ist und wie man sich am besten „zu Lasten der Kunden und der Reisebüros“ möglichst wenig darum kümmert.

 

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Götterdämmerung

Eurowings gesteht Überforderung ein, Ryanair storniert wegen Streik 600 Flüge, weil Piloten streiken, Lauda Motion geht anscheinend das Geld aus, Air Berlin-CEO Winkelmann will freiwillig auf Geld verzichten. Was ist da los? Götterdämmerung in der Luftfahrtbranche oder bewahrheiten sich nur Klischees?

Eurowings

Eurowings sieht langsam, dass Wachstum um jeden Preis und Kundenzufriedenheit zum Widerspruch wird. Wenn der CEO sich schriftlich entschuldigt und der COO erklärt, dass man die Integration der neuen Flieger unterschätzt habe, dann ist es mit den „Blitz-Entschuldigungen“ endgültig vorbei. Aber der Imageschaden ist schon gewaltig. Wenn selbst die zumeist seriöse „DIE ZEIT“ einen aktuellen Beitrag mit „Die verfressene Airline“ überschreibt, ist die öffentliche Meinung eindeutig. Sogar der DRV hat inzwischen Eurowings zum Rapport gebeten, oh, oh.

Aber fast unabhängig davon, bleibt die von den BBBs schon angesprochene Kundenmissachtung. Wenn Flüge zu spät ankommen, ist in der Regel zwischen Abflug und Ankunft immer genügend Zeit, um am Zielflughafen Vorbereitungen für anständiges Kundenhandling zu treffen. Wenn man will und man es für wichtig hält, vorausgesetzt natürlich. Diese Botschaft hat im Moment keine Airline verinnerlicht, eine unglaubliche Kundenmissachtung. Da schlage doch glatt der Blitz ein.

Aber Eurowings sieht auch unverändert kein Problem, seine Kunden in ein Flugzeug mit immer noch kompletter original Air Berlin-Bemalung einsteigen zu lassen. Kundenverwirrung: Air Berlin, sind die nicht pleite? Und an Bord, wird man von Tuifly Mitarbeitern betreut. Leistung Eurowings: das Reservierungssystem?

Ryanair

Die Götterdämmerung bei Ryanair ist mehr als überfällig. Große Klappe des CEO, aber die Kunden sind ihm egal und das Personal ist ihm egal. Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres muss er in gigantischem Umfang Flüge ersatzlos streichen, weil sein Personal nicht länger bereit ist, sich auszubeuten lassen. Was die EU nicht geschafft hat, ordentliche gesetzliche Mindestanforderungen durchzusetzen, nimmt die Belegschaft jetzt selbst in die Hand. Skandalös auch seine Nonchalance den Kunden gegenüber, die wegen eines Druckabfalls in der Kabine (Grund noch unklar) unplanmäßig in Hahn zwischenlanden mussten. Übernachtung für Kunden? Pech gehabt. Hotelzimmer, gibt es nicht genügend in Hahn. Dabei hat er doch jahrelang Hahn als Frankfurt verkauft, da gibt es genügend Hotelzimmer. Einige Kunden brauchten kein Hotelzimmer, die mussten mit Nasen- und/oder Ohrbluten ins Krankenhaus gebracht werden. Als Hohn werden sie empfunden haben, am nächsten Tag auf den Ryanair Social Media Kanälen nach der Abhandlung der Unregelmäßigkeiten zu lesen: „Have a Great Day“.

Lauda Motion

Hat er nun oder hat er nicht, die Rechnungen bei Lufthansa bezahlt? Gemeint ist Niki Lauda und die Gebühren für die von Lufthansa geleasten Flugzeuge. Dass er nicht sehr großzügig ist beim Geld ausgeben, das ist bekannt. Vertrag ist eigentlich Vertrag, aber vielleicht ist wieder wichtig, in welchem Land Gerichtsstand ist. Mit dem so wichtigen Heimvorteil für Lauda oder nicht? Von Euphorie, dass die EU den 75% Einstieg von Ryanair endgültig genehmigt hat ist nichts zu spüren. Verpokert?

Thomas Winkelmann

Seine göttliche Stellung schien für Jahre hinaus unangreifbar gesichert. Die bankmäßige Absicherung seines Millionengehaltes fand Air Berlin-CEO Thomas Winkelmann immer als absolut gerechtfertigt. Spätestens nach der Insolvenz von Air Berlin wurde er für die auf der Straße stehenden arbeitslosen Air Berlin Mitarbeiter zum Feindobjekt und für die Medien zum Inbegriff von Gier. Hätte er damals „aus Solidarität“ auf einen Teil seines Gehaltes verzichtet, hätte er Manager des Jahres werden können. Nur schwer verständlich, dass er es jetzt tun will. Ist ihm Nichtstun im Saatwinkler Damm so auf die Nerven gegangen? Oder winkt ein noch größerer Gehaltsbrocken? Götter kommen ja manchmal auch aus der Asche empor. Gerecht?

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Ist das nicht eine Tragikomödie erster Klasse? Da gibt es einen Flughafen, der aussieht wie ein Flughafen, aber noch keiner ist, weil nicht geflogen werden darf. Da gibt es Autos, die aussehen wie Autos, aber nicht fahren dürfen, weil sie wegen ausstehendem Abgastest nicht zugelassen werden.

Da aber am Flughafen BER wenigstens der Parkplatz (gerüchteweise) funktioniert, kommen an dieser Stelle BER und VW zusammen. Noch ist zwar kein Kontrakt unterschrieben, aber aus Airport-Kreisen ist zu hören, dass wohl schon bald 10.000 Plätze (wahrscheinlich deutlich mehr) von den Wolfsburgern beparkt werden.

Was wird der BER wohl in Rechnung stellen?

Welch ein Abstieg für einen mal angekündigten Weltflughafen und ebenso peinlich für den Weltmarktführer VW. Immerhin werden sich beide, BER und VW, demnächst im Guinness-Buch der Rekorde für den größten Autoparkplatz finden. Ein zweifelhafter Titel, so als wenn der DFB sich des Rekordes „frühestes Ausscheiden bei einer Fußball-WM“ rühmen würde.

Allgemein ist bekannt, dass Parken am Flughafen nicht billig ist. Was wird der BER wohl in Rechnung stellen? Einen Tarif laut Aushang für jedes abgestellte Fahrzeug oder einen Massenrabatt? Und: Ist die Verwaltung am BER überhaupt kaufmännisch schon in der Lage so eine große Rechnung auszustellen? Oder zahlt der BER am Ende sogar Geld dafür, dass sich auf dem Flughafen endlich etwas bewegt – auch wenn es nur PKWs sind, die auf den Parkplatz rollen?

Wo wir gerade bei den Fragen sind: Was wird wohl zuerst passieren – die Eröffnung des BER oder die Zulassung der Autos? Dem BER traut man glatt zu, dass er im Vertrag mit VW keine Ausstiegsklausel eingebaut hat und die achte (!) angepeilte Eröffnung 2020 an folgender Ausrede scheitern wird: „Es stehen noch Autos rum, das gefährdet die Sicherheit am Airport.“

Parallelen zu „Hans im Glück“

Da Flughafengesellschaft und Gesellschafter uns schon seit Jahren Märchen erzählen, müssen sie jetzt auch mal verkraften, mit einem Märchen satirisch konfrontiert zu werden.

Im Märchen „Hans im Glück“ der Gebrüder Grimm erhält Hans für viele Jahre Arbeit einen kopfgroßen Klumpen Gold. Im weiteren Verlauf der Geschichte tauscht er diesen gegen ein Pferd – das Pferd gegen eine Kuh – die Kuh gegen ein Schwein – das Schwein gegen eine Gans – und die Gans gegen einen vermeintlichen Schleifstein. Der fällt ihm dann in einen Brunnen und Hans ist froh, dass er diese Last los ist.

Schauen wir uns dagegen die Geschichte vom „BER im Glück“ an, in einer etwas verkürzten Version. Den medialen Goldklumpen erhielt der BER am 20. März 2012, als sich Air Berlin für das mächtige Zelebrieren seines Eintritts in die Oneworld-Allianz den (noch nicht eröffneten) BER als Kulisse aussuchte.

Die Teilnehmer dieser Feierlichkeiten waren die Ersten, die überhaupt Flugzeuge vor dem neuen Flugterminal sehen konnten: Eine A330-200 in Oneworld-Beklebung und eine Boeing 737-800 im Air-Berlin-Kleid. Schmankerl für Nostalgiker: Chef von Air Berlin war damals ein gewisser Hartmut Mehdorn und Flughafen-Chef Rainer Schwarz.

Bei 锟� Exklusiv voile com Shell Mytheresa Aus Baumwoll Cropped Zimmermann Top Bereits wenige Tage später, im Juni 2012, war es mit dem Goldklumpen schon vorbei: Flughafeneröffnung abgesagt.

Flugzeuge sind beim BER zweitrangig

In den Folgejahren passierte außer neuer Terminverschiebungen nicht viel – der mediale Goldklumpen war schon längst durch immer billigere Ausreden getauscht. Es dauerte viele Jahre, bis mal wieder ein Flugzeug einen Hauch von Flughafen entfachte. Zwei putzige kleine Pandabären (Meng Meng und Jiao Qing – zum Glück heißen sie nicht Mehdorn und Schwarz) waren bei ihrer Ankunft allerdings mehr Attraktion, als ihr Flugzeug, in dem sie am BER – immer hin für einen Tag kurz Flughafen – landeten.

Kurze Zeit später, der nächste Tiefpunkt im Leben des gescheiterten BER. Air Berlin stellte die nicht mehr benötigten Flugzeuge dort ab. Traurige Bilder, wie man sie sonst aus der amerikanischen Wüste kannte, jetzt auch im Programm des BER. Aus dem ehemals anvisierten Flughafen war jetzt endgültig ein Stehhafen geworden. Im echten Märchen, wäre das jetzt die Stelle mit dem Tausch in die Gans.

Tschüss für das Flughafen-Image

Und 2018 folgt für den BER der letzte Tausch in den „Schleifstein“. Abgestellte Flugzeuge werden gegen abgestellte Autos getauscht. Die Anmutung eines Flughafens ist endgültig dahin.

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Wie könnte unsere Geschichte vom „BER im Glück“ enden? Nach Autos folgen die Fahrräder. Die tausende kreuz und quer abgestellte Mietfahrräder in Berlin sind heute schon ein Übel und ein numerisches Ende ist nicht abzusehen. Irgendwann wird man auch diesen Blechhaufen mal entsorgen müssen – und raten Sie mal, wo? Spätestens jetzt fällt märchenmäßig der Schleifstein ins Wasser und der BER dem Abriss anheim.

Übertragen wir das Ende von „Hans im Glück“ mit nur ganz wenigen Wort-Änderungen in „BER im Glück“, irgendwann in den 20er-Jahren:

Shell Exklusiv voile Aus 锟� Baumwoll Cropped Mytheresa com Zimmermann Top Bei „So glücklich wie ich“, rief Engelbert Lütke Daldrup aus, „gibt es keinen Menschen unter der Sonne.“ Mit leichtem Herzen und frei von aller Last ging er nun fort, bis er daheim bei seinen Lieben angekommen war.

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Zerstört der Tourismus die Städte – Karl Born vs. Petra Reskis

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Radio Deutschlandfunk, Streitkultur, 30.6.18

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Jetzt schon mehr Flugausfälle als 2017

Jetzt schon mehr Flugausfälle als 2017
Express.de, Köln, 22.6.18

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Bei Eurowings wüten die Blitze

Eurowings-Chef Thorsten Dirks mag keine Blitze, denn diese seien für die vielen Flugausfälle seiner Airline verantwortlich. Im Schnitt habe der Blitz pro Woche dreimal am Boden bei seinen Flugzeugen eingeschlagen. Nur komisch, dass die anderen deutschen Airlines, damit keine Probleme haben. Kann der Blitz ausgerechnet Eurowings nicht leiden und verschont immer die anderen Airlines?

„Blitze lieben Eurowings“, selten so gelacht.

Nein, da hätte sich Chaos-Manager Dirks schon eine bessere Ausrede einfallen lassen müssen. Zu wenig Flugzeuge zu haben ist eine Sache, aber sich wenig oder überhaupt nicht um seine misshandelten Passagiere zu kümmern, ist eine andere Sache. Oder ist der Blitz auch dafür verantwortlich?

Ich habe eher das Gefühl, dass der Blitz im Eurowings-Management eingeschlagen hat. Nur leider nicht der Geistesblitz. Was im Moment bei Eurowings abgeht, ist die mit Abstand schlechteste Performance einer deutschen Airline seit Jahren. Es muss den verantwortlichen Managern dort wie Hohn vorkommen, wenn Kunden immer öfter schreiben, wie sehr sie Air Berlin nachtrauern. Air Berlin hatte zuletzt zwar große Gepäckprobleme, insbesondere in Tegel – wollen wir mal nicht tiefer einsteigen wer das eventuell mit Vorsatz hingenommen hat -, aber die Flugplan-Performance war bis zuletzt deutlich besser als bei der Kranich-Tochter.

Statt über Blitze zu reden, hätte es Dirks besser angestanden, sich deutlich zu entschuldigen und Vorschläge zur Problemlösung zu unterbreiten. Die Ankündigung (und von LH-Chef Spohr zuletzt ausdrücklich verteidigt) „ich will wachsen um jeden Preis“ und einen irre aufgestockten Flugplan vorzulegen, aber nicht genügend Flugzeugreserven zu haben, um das auch abzufliegen, ist nicht professionell, sondern amateurhaft.kombi Riemchensandaletten silber kombi BUFFALO BUFFALO Riemchensandaletten Riemchensandaletten BUFFALO silber wafTfxR

Sind Personalprobleme schuld?

Oder verbergen sich hinter den „fehlenden Flugzeugen“ doch Personalprobleme im Cockpit? Rächt sich jetzt, dass man keine Piloten von AB direkt übernehmen wollte und anfänglich miese Bedingungen für eine Übernahme des fliegenden Personals angeboten hatte? Aber der Markt für Piloten hat sich in den vergangenen Wochen gewandelt. Angeblich wechseln aktuell Piloten von Eurowings zu anderen Airlines wegen besserer Bedingungen. Es wird nicht bestritten, dass bei der Eurowings-Tochter LGW jetzt Kapitäne als Co-Pilot eingesetzt werden, weil schlicht Co-Piloten fehlen. Blitzeinschlag oder hausgemacht?

Aber Herr Dirks, wie gehen Sie bei dieser schlechten Performance mit den betroffenen Kunden um? Kunden einer Fluggesellschaft sind von schlechter Unternehmungsleistung dramatischer betroffen als Ihre früheren Kunden bei E-plus. Im Stich gelassene Flugkunden müssen auf sich alleingestellt übernachten und darum kämpfen, wie sie zum Ziel kommen. Der misshandelte Telefonkunde beißt zuhause nur in die Tischkante. Sie hingegen lassen Ihre Kunden gerade reihenweise abblitzen.

„Kafka-Travel“

In den sozialen Netzwerke machen sich Tausende von Kunden Luft über annullierte und teilweise dramatisch verspätete Flüge. Dresden ist beispielweise eine schöne Stadt, aber 32 Std dort am Airport alleingelassen statt in Korfu Urlaub zu machen, ist keine echte Alternative. Ein Blick in Ihre Social Media Kanäle zeigt Verzweiflung und Wut Ihrer Kunden. Kundenservice? Krisenkommunikation? Fehlanzeige. Anfrage von Medien werden tagelang nicht beantwortet. „Kafka-Travel“ habe ich über Ihre Airline irgendwo gelesen, das ist auch ein Alleinstellungsmerkmal, allerdings kein erstrebenswertes.

Top Shell Bei Aus 锟� voile Cropped Baumwoll Zimmermann Exklusiv com Mytheresa Im Prinzip ist es ja schön, dass Sie bei der Schlechtleistung an Ihre Kunden keinen Unterschied machen, zwischen „Normalkunde“ und Promi. Aber letztere sind sog. Multiplikatoren, Weitererzähler. Und wenn Sie Herrn Gysi in einer Woche drei (!) seiner geplanten Flüge streichen, dann glaubt der nicht mehr an Blitzschlag und wird das permanent bei seinen Auftritten erwähnen. Oder die ZDF-Moderatorin, die sich selbst um einen Ersatzflug kümmern muss, freut sich bestimmt auch schon auf die nächste Moderation. Aber den absoluten Vogel haben Sie vor ein paar Tagen in Köln/Bonn abgeschossen, als 140 Passagiere nachts in einem menschenleeren Flughafen sich sitzengelassen fühlten. Dummerweise war auch ein BILD-Reporter dabei und hat Ihnen dann die Headline beschert: „So ließ Eurowings abends 140 Passagier hängen“.

Und wissen Sie was mich dabei besonders erschreckt? Köln/Bonn ist Ihr ursprünglicher Langstrecken-Heimatflughafen. Wenn Sie da nichts gebacken bekommen, muss ich nicht über Dresden, Mallorca, usw. nachdenken.

Herr Dirks, Ihre Taktik „Augen zu und durch“ ist nicht nur unseriös, sondern wird sich langfristig rächen. Wie wollen Sie Eurowings später wieder zu einer sympathischen Marke aufbauen?

 

 

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Ein bisschen Monopol geht immer

Eines war nach der Insolvenz von Air Berlin politisch klar, der „nationale Champion“ Lufthansa soll so viel bekommen wie er will. Zumindest wenn man die Äußerungen von den damaligem Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Ex-SPD-Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries richtig verstand.

Der nationale Champion nahm die verbale Vorlage gerne auf und verhielt sich von da an auch wie ein solcher. So viele Flugzeuge wie möglich – gern. So viele Slots wie möglich – auch gern. Betriebsübergang und Übernahme des zu den Flugzeugen gehörenden Personals? Nein Danke, nicht mit uns! Alles kein Problem für die damalige Wirtschaftsministerin Frau Zypries, die dabei dezent den Wortteil „sozial“ im Namen ihrer Partei vergaß.

Kurze Zeit setzte der Kranich auf die Algorithmus-Ausrede

Danach zeigte Lufthansa was ein nationaler Champion für sein Leben gern macht: ausnutzen einer Monopolsituation. Ratz fatz stiegen die Preise durchschnittlich um 25 bis 30 Prozent, teilweise sogar deutlich höher. Für kurze Zeit versuchte man dann dem staunenden Publikum und den verärgerten Fluggästen zu erklären, dass dafür nur die dem Buchungssystem zugrunde liegenden Algorithmen verantwortlich seien und keinesfalls Konzernchef Carsten Spohr oder seine Verkaufsmitarbeiter.

Spohr ist eben der Rhetorik-Meister. Laut „Hohenheimer-Index“ ist er von den Chefs der 30 Dax-Konzerne, derjenige, der auf der Hauptversammlung des Unternehmens bei seiner Rede in Punkto Verständlichkeit in diesem Jahr am meisten zulegte. Wie gut, dass nicht Geografie bewertet wurde, denn im neuesten Imagefilm der Lufthansa wurde den Betrachtern gerade Kiew statt Moskau angedreht.

Kartellamt sieht keinen Grund für ein Marktmissbrauchsverfahren

Jene, die nicht so naiv waren, den Algorithmus-Rhetorik-Unsinn zu glauben, riefen ganz laut nach dem Bundeskartellamt – die Behörde sollte diesen Monopolmissbrauch mal unter die Lupe nehmen. Erste Reaktion des Präsidenten des Kartellamtes, Andreas Mundt: Es gäbe den „Hinweis auf den Missbrauch einer monopolähnlichen Marktmacht“.

Nun legte das Bundeskartellamt das Ergebnis seiner Überprüfung vor. Wie immer sehr akribisch ausgearbeitet.

Also, über 50.000 Tickets auf 13 innerdeutschen Strecken wurden überprüft und das Ergebnis war (Trommelwirbel): Lufthansa hatte ihre Preise kurz nach dem Air-Berlin-Exodus um durchschnittlich 25 bis 30 Prozent erhöht, in Einzelfällen sogar um 50 Prozent. Gut, das wussten wir alle schon im vergangenen Jahr … Die spannende Frage war jetzt vielmehr, wie hoch wird das Bußgeld gegen Lufthansa ausfallen.

Nun der Kotau der Kartellbehörde vor Lufthansa: Trotz alldem wird kein Marktmissbrauchsverfahren gegen Lufthansa eingeleitet. Gibt ja unter anderem Konkurrenz von Easyjet. Eben jenes Argument hatte Mundt zu Jahresbeginn noch als zu lasch zurückgewiesen.

Hoffentlich kommt da noch eine detaillierte Begründung für die Rolle rückwärts des Präsidenten. Denn – wie sagt man doch so schön: „Wenn Du schon Mist entscheidest, habe wenigstens eine gute Begründung dafür.“ Und was Spohr in Sachen Verständlichkeit kann, meint kann Mundt schon lange zu können:

Auszüge aus der ersten kurzen Pressemitteilung:

  • „Die Preise sind aufgrund des starken Rückgangs des Platzangebots gestiegen. Dies wäre auch bei einer intakten Konkurrenzsituation geschehen.“
  • „Easyjet ist inzwischen in den Markt eingestiegen, danach sind die Preise wieder umgehend gefallen.“
  • Zimmermann Cropped Bei Top com Mytheresa Exklusiv voile Baumwoll 锟� Aus Shell „Zwei Drittel der Passagiere, die durch die Insolvenz von Air Berlin auf den Monopolanbieter Lufthansa angewiesen waren, haben wieder eine Ausweichalternative.“

Mit dieser famosen Beschreibung, warum Lufthansa als alleiniger Anbieter die Preise erhöht hat und jetzt nach Eintritt eines Wettbewerbers (Easyjet) die Preise wieder senkt, alles eindeutige Beschreibung eines Monopolmissbrauches, kommt das Kartellamt zum Schluss: „alles ok, keine Einleitung eines Kartellverfahrens“. Damit würde jeder BWL-Student bei der Klausur haushoch durchrasseln.

Aber Mundts Behörde schreibt so wahrscheinlich Kartellgeschichte und wird für diesen hochdosierten unlogischen Quatsch als Begründung vielleicht auch demnächst für seine (Un-) Verständlichkeit ausgezeichnet.

Ihr Feedback, Ihre Anregungen, Ihre Meinung ist gern gesehen. (BUFFALO BUFFALO Sandaletten BUFFALO schwarz BUFFALO wxUqOTEx)

Himmelfahrt

Baumwoll Aus Bei Shell Zimmermann Cropped voile Top com Mytheresa 锟� Exklusiv Da sind dann auch die letzten kleinen Hoffnungen der Meilenbesitzer bei Topbonus gen Himmel gefahren. Aus Topbonus ist endgültig Nullbonus geworden. Zu lange haben sich Management und offensichtlich auch Insolvenzverwalter Christian Otto an einen seidenen Faden „Goldener Investor mit Traumlösung fünf vor zwölf“ geklammert. Leider gilt auch hier die Regel, je schöner desto unwahrscheinlicher. Der Flughafen Hahn bzw. der Flughafen Lübeck können ein Lied von solchen dubiosen Investoren singen. In den Verhandlungen ist „Geld kein Thema“ (man hat genug) und wenn es dann ums Zahlen der vertraglichen Summen geht, ist leider „Geld auch kein Thema“ mehr.

Dubioser Investor

Bei topbonus soll es sich beim Investor gerüchteweise um die „Airlogix Loyalty Group“ handeln, anscheinend mit zypriotischen Wurzeln. Die von ihm vorgelegte Finanzierungsbestätigung einer Bank in zweistelliger Millionenhöhe ist anscheinend tatsächlich nicht viel mehr wert als die alten Topbonus Karten, die man im Februar noch mit dem Logo Oneworld im Keller gefunden hatte. Unter dem Zwang der letzten Hoffnung gab es dann noch einen nutzlosen Zahlungsaufschub bis sich die alte Indianerregel durchsetzt: „wenn du auf einem toten Pferd sitzt, steige ab“. Jetzt ist der Insolvenzverwalter „abgestiegen“ und hat in die „Regelinsolvenz“ übergeleitet.

Zusagen von Investoren sind nicht immer das, was sie scheinen, insbesondere wenn sie nicht deutscher Rechtsprechung unterliegen. Schmerzhaft erinnert man sich an die noch größere „Scheinzusage“ von Etihad im Geschäftsbericht der Air Berlin zur Weiterführung der Geschäftstätigkeit. Von angeblich heute auf morgen war diese nicht mal mehr das Papier des Geschäftsberichtes wert. Klar, dass jetzt der Insolvenzverwalter der Air Berlin, sich zuerst auf diesen großen Brocken stürzen will. Aber ohne Regierungsunterstützung wird da nichts zu holen sein. Ich schätze mal, das wird letzten Endes auf einen Kompromiss hinauslaufen. Auf eine im Vergleich zur Forderung kleine Summe, gerade noch groß genug, um den Kredit der Bundesregierung vollständig zurückzuzahlen.

Grand Cru Airlines statt Germania

Auf ein Geschenk des Himmels dagegen hofften kurzzeitig Passagiere von Germania, die am Wochenende nach Fuerteventura fliegen wollten. Da stand plötzlich ein Subcharter mit dem traumhaften Namen „Grand Cru Airlines“ am Flughafen. Zwar kannte niemand diese Airline, aber einige Optimisten wetteten schon darauf, ob sie in Burgund oder Bordeaux beheimatet sein könnte. Und vor allem, ob es dem Namen entsprechend vielleicht auch ein kostenloses Schnuppergetränk aus dieser Gegend geben könnte.

Aber, Wahrheit kann bitter sein, siehe oben! Der Ersatzflieger hatte noch nie eines der beiden französischen Weinbaugebiete gesehen, weil sein Heimatflughafen Vilnius leider mehr als 2.500 Km nordöstlich vom guten Wein entfernt liegt. Ob es ersatzweise den typischen „litauischen Met“ gab, ist leider nicht überliefert. Garantiert gab es aber nichts umsonst. Leider auch keine topbonus Meilen mehr.

 

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